EINTAUCHEN IN DIE WELT VON UNICEF

UNICEF
Emergency Response Simulation Game

Ein realitätsnahes Spiel zur Steigerung des Bewusstseins über die humanitäre Hilfe von UNICEF

frog entwarf ein Rollenspiel, das anschaulich illustriert, welche Herausforderungen nach einer Katastrophe auf die UNICEF Mitarbeiter zukommen und wie diese trotz knapper Ressourcen bewältigt werden können. Damit soll die Arbeit von UNICEF einem größeren Publikum nahegebracht werden.

UNICEF gehört zu den Organisationen, die bei einer Katastrophe als erste vor Ort Hilfe leisten. Da sich die Arbeit von UNICEF aber meistens im Hintergrund abspielt, ist vielen Menschen nicht bewusst, welche wichtige Rolle die Hilfsorganisation bei der Bewältigung der Katastrophenfolgen spielt und welche Herausforderungen ihre Mitarbeiter dabei zu meistern haben. Das Hilfswerk entwickelte deshalb zusammen mit frog ein Rollenspiel, bei dem die Teilnehmer in das Leben eines UNICEF Mitarbeiters eintauchen. Damit sollen mehr potenzielle Spender und Freiwillige für die Arbeit von UNICEF begeistert werden.

UNICEF hatte bereits einen ersten Prototypen des Spiels entwickelt. Allerdings benötigte die Organisation Unterstützung bei der Entwicklung einer digitalen Spielvariante, die für den weltweiten Gebrauch skalierbar sein sollte. frog entwickelte ein leicht verständliches Open-Source-Simulationsspiel zum Downloaden inklusive eines begleitenden Handbuchs, das die Herausforderungen von UNICEF spielerisch nachvollziehbar macht.

Das Spiel basiert auf einem realen Katastrophenszenario. Dabei versetzen sich die Spieler für zwei Stunden in ein UNICEF Team und übernehmen die Verantwortung für eine der folgenden Aufgaben: Wasser- oder Sanitätsversorgung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz sowie Lieferung und Bereitstellung. Jedes Team erhält über einen Internetbrowser Zugang zu dem Spiel. Der Browser dient gleichzeitig als primäre Benutzeroberfläche, über die den Teams ihre Aufgaben zugeteilt werden. Die Spieloberfläche beinhaltet ferner Referenzdokumente, einen Newsfeed, einen Zugang zum internen Email-System sowie einen Countdown, der die verbleibende Zeit bis zum Spielende anzeigt.

Das Spiel sollte Spaß machen, aber auch lehrreich sein. Bei seiner Entwicklung legte frog deshalb großen Wert auf eine ausgewogene Balance von realistischen und lehrreichen Elementen einerseits und spielerischen Elementen andererseits.

Um erfolgreich zu sein, müssen die Spieler sich gut koordinieren und in der Lage sein, unter großem Druck und trotz riesiger Informationslücken schnell Entscheidungen zu treffen – typische Anforderungen an einen UNICEF Mitarbeiter. Das Team, das sich um Gesundheit und Ernährung kümmert, muss sich beispielsweise schnell ein Bild über das Ausmaß der Lage machen, um die richtige Anzahl an Impfungen beim UNICEF Versorgungszentrum in Kopenhagen zu bestellen. Das Team Lieferung und Bereitstellung koordiniert alle eingehenden Bestellungen und muss aufgrund des begrenzten Budgets jede Bitte eines anderen Teams priorisieren. Über die Online-Benutzeroberfläche tauschen sich die Teams per Email miteinander aus. Twitterfeeds und News versorgen sie mit neuesten Updates aus der UNICEF Zentrale. Auf diese Art und Weise soll die Informationsflut während einer Katastrophe simuliert werden. Die Teilnehmer erfahren, wie schwer es ist, in einer solchen Extremsituation wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden.

Ein Spielleiter überwacht die gesamte Interaktion und behält das Timing im Blick. Er kann je nach Gruppenleistung auch die Dynamik des Spiels beeinflussen, um es einfacher oder herausfordernder zu gestalten. Am Ende des Spiels moderiert er die Diskussionsrunde, bespricht die im Spiel entstandenen Herausforderungen und zeigt auf, inwiefern die Erfahrungen denen eines echten UNICEF Mitarbeiters ähneln.

Indem das Rollenspiel seinen Teilnehmern direkten Einblick in die Herausforderungen von humanitärer Hilfe gibt, hilft es UNICEF, neue Kontakte zu Individuen und Organisationen aufzubauen, die die Hilfsorganisation in Zukunft mit wertvollen Erfahrung und Ressourcen unterstützen können.  

 

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